Die drei Eigenheiten einer Tiefgarage
Der Mobilfunk hört an der Rampe auf. Wer die Parkgebühr per App zahlen will, steht ohne Verbindung da – deshalb braucht eine Tiefgarage immer einen zweiten Bezahlweg vor Ort oder die Möglichkeit, nach der Ausfahrt online zu zahlen.
Die Nutzung ist fast immer gemischt. Dauermieter, Bewohner, Besucher und manchmal Gewerbe teilen sich dieselbe Rampe. Ohne saubere Trennung der Berechtigungen entsteht der klassische Konflikt: Der Stellplatz, für den jemand zahlt, ist belegt.
Und der Platz ist knapp. Eine Rampe, an der sich Fahrzeuge stauen, blockiert schnell die Straße darüber. Was an der Einfahrt Sekunden kostet, wird hier sichtbarer als anderswo.
Was sich davon technisch lösen lässt
Die Erfassung gehört an die Rampe, nicht in die Garage. Eine Kamera an der Ein- und Ausfahrt genügt für Parkdauer, Berechtigung und Abrechnung; Sensoren über jedem Stellplatz braucht es nur, wenn Sie einzelne Plätze anzeigen wollen.
Dauerberechtigungen hinterlegen Sie kennzeichenbezogen. Wer einen Stellplatz gemietet hat, fährt durch, ohne etwas zu tun. Wechselt das Fahrzeug, ändern Sie den Eintrag – kein Schlüssel, keine Fernbedienung, kein Ausweis.
Für den fehlenden Empfang planen wir den Bezahlweg mit ein: ein Gerät an der Ausfahrt, an dem sich mit dem Kennzeichen zahlen lässt, und die Online-Zahlung bis 48 Stunden danach.
Fragen zur Tiefgarage.
- Funktioniert Kennzeichenerkennung ohne Tageslicht?
- Ja. Die Kameras arbeiten mit eigener Beleuchtung im Infrarotbereich und lesen das Kennzeichen unabhängig vom Umgebungslicht. Kritisch ist nicht die Dunkelheit, sondern ein verdecktes oder stark verschmutztes Kennzeichen.
- Was passiert, wenn es unten kein Netz gibt?
- Die Erfassung an der Rampe braucht die Verbindung, nicht das Fahrzeug in der Garage. Für die Zahlung planen wir einen Weg ein, der ohne Empfang funktioniert – vor Ort am Gerät oder online nach der Ausfahrt.
- Wie trennen wir Dauermieter von Besuchern?
- Über Berechtigungen je Kennzeichen und Gruppe. Dauermieter fahren durch, Besucher zahlen nach Zeit. Beides läuft über dieselbe Erfassung an der Rampe.
- Lohnt sich eine Schranke in der Tiefgarage?
- Wenn die Zufahrt hart begrenzt werden muss, ja. Muss sie das nicht, kostet die Mechanik im engen Rampenbereich mehr, als sie einbringt – Rückstau wirkt sich hier stärker aus als anderswo.
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