Was ist eine Park-App?
Eine Park-App ist eine Anwendung auf dem Telefon, mit der die Parkgebühr statt am Automaten bezahlt wird. Sie wählen die Fläche, geben Ihr Kennzeichen ein und starten den Vorgang. Beendet wird er entweder von Hand oder automatisch bei der Ausfahrt.
Der Kontrolldienst sieht die Zahlung nicht am Fahrzeug, sondern im System. Ein Papierschein hinter der Scheibe entfällt deshalb.
Verbreitet sind Apps von Drittanbietern wie EasyPark, Parkster oder PayByPhone, die viele Flächen verschiedener Betreiber bündeln, und Apps einzelner Betreiber für ihre eigenen Flächen.
Wie bezahlt man mit einer Park-App?
- 1
Fläche wählen
Die App erkennt den Standort oder Sie geben die Nummer ein, die auf dem Schild vor Ort steht.
- 2
Kennzeichen hinterlegen
Einmal eingetragen, bleibt es gespeichert. Mehrere Fahrzeuge lassen sich anlegen.
- 3
Vorgang starten
Ab dem Start läuft die Zeit. Bei manchen Flächen wählen Sie vorab eine Dauer, bei anderen zahlen Sie nach tatsächlicher Zeit.
- 4
Beenden oder verlängern
Verlängern geht aus der Ferne. Wer das Beenden vergisst, zahlt weiter, bis die Höchstdauer greift.
Welche Park-App ist die beste?
Die Frage lässt sich nicht allgemein beantworten, weil keine App überall gilt. EasyPark, Parkster und PayByPhone decken jeweils andere Flächen ab – entscheidend ist, welcher Anbieter die Flächen abdeckt, auf denen Sie tatsächlich parken.
Vergleichen lohnt sich bei drei Punkten: ob eine Servicegebühr je Vorgang anfällt, ob minutengenau abgerechnet wird oder in angefangenen Stunden und ob sich der Vorgang aus der Ferne beenden lässt.
Für Betreiber einer Fläche zählt etwas anderes: Eine App nimmt Geld ein, prüft aber nicht, wer ohne Zahlung steht. Diese Lücke schließt erst eine Kontrolle der Fläche.
Welche Daten eine Park-App sammelt
Für den Vorgang selbst braucht eine Park-App wenig: das Kennzeichen, die Fläche und ein Zahlungsmittel. Alles Weitere ist eine Entscheidung des Anbieters, keine technische Notwendigkeit.
Häufig wird mehr abgefragt. Der dauerhafte Zugriff auf den Standort etwa ist bequem, aber nicht nötig – die Fläche lässt sich auch über die Nummer auf dem Schild wählen. Prüfen Sie in den Einstellungen des Telefons, welche Berechtigungen die App tatsächlich hat, und entziehen Sie, was sie für den Vorgang nicht braucht.
Der zweite Punkt ist die Aufbewahrung. Wie lange Parkvorgänge gespeichert bleiben und ob sie ausgewertet werden, steht in der Datenschutzerklärung des Anbieters, nicht in der App-Beschreibung im Store.
Wenn die App nicht funktioniert
Drei Dinge gehen regelmäßig schief: Es gibt kein Netz, das Telefon ist leer, oder das Kennzeichen wurde vertippt. In allen drei Fällen läuft die Parkdauer weiter, ohne dass eine Zahlung zugeordnet ist.
Besonders unangenehm ist der Empfang. In Tiefgaragen und zwischen Betonwänden bricht die Verbindung genau dort ab, wo der Vorgang gestartet werden müsste. Wer sich allein auf die App verlässt, steht dann ohne Nachweis da.
Deshalb empfehlen wir immer einen zweiten Weg: ein Gerät vor Ort, an dem sich mit dem Kennzeichen zahlen lässt, und die Online-Zahlung bis zu 48 Stunden nach der Ausfahrt.
Fragen zu Park-Apps.
- Was kostet die Nutzung einer Park-App?
- Die Parkgebühr legt der Betreiber der Fläche fest. Viele Anbieter berechnen zusätzlich eine Servicegebühr je Vorgang. Ob und in welcher Höhe, steht in der App vor dem Start.
- Brauche ich für jede Fläche eine andere App?
- Oft ja. Weder EasyPark noch Parkster oder PayByPhone deckt alle Flächen ab und Betreiber schließen unterschiedliche Verträge. Wer viel unterwegs ist, hat meist zwei bis drei Apps auf dem Telefon.
- Was passiert, wenn ich das Beenden vergesse?
- Die Zeit läuft weiter, bis die Höchstparkdauer der Fläche erreicht ist. Manche Apps beenden automatisch, andere schicken eine Erinnerung. Verlassen Sie sich nicht darauf.
- Funktioniert eine Park-App ohne Netz?
- Zum Starten braucht sie eine Verbindung. In Tiefgaragen ohne Empfang scheitert genau daran häufig der Vorgang – ein Grund, warum Flächen zusätzlich eine andere Zahlungsart anbieten.
- Ersetzt eine App die Kontrolle der Fläche?
- Nein. Die App erfasst, wer bezahlt hat. Wer nicht bezahlt hat, taucht dort nicht auf. Erst eine Kennzeichenerkennung an den Zufahrten macht beide Gruppen sichtbar.
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